Blog

Interim Manager für E-Commerce – die Spinne im Netz

von Bettina Vier (Interim Managerin)

, von Bettina Vier (Interim Managerin)

Bettina Vier, Interim Managerin für E-Com­merce-Projekte, sieht sich selbst als Spinne im Netz, die die Fäden der gesamten Wertschöpfungskette E-Commerce in der Hand hält. Sie ist seit sieben Jahren als Interim Managerin tätig und konzentriert sich bei ihren Einsätzen darauf, den Bereich E-Commerce neu zu strukturieren und die Prozesse zu optimieren. In den meisten Fällen wird sie geholt, weil die Unternehmen dieses Geschäftsfeld in der Vergangenheit unterschätzt oder falsch besetzt haben und nun eine Umstruk­turierung erforderlich ist.
 

E-Commerce - der oft unterschätzte Geschäftszweig

Zahlenbasis

Die meisten von uns haben die Geburt und den Aufstieg des E-Commerce miterlebt. Man konnte fast monatlich sehen, wie sich das Web ausbreitete und weiterentwickelte. Da es vor einigen Jahren noch keinen Beruf für dieses neue Feld gab, wurden aus allen Fachbereichen technisch interessierte Kollegen herangezogen, um auf das neue Medium aufzusetzen. Die Technik war relativ einfach und wer etwas von HTML und JavaScript verstanden hat, war schon mittendrin.

Überprüfen Sie Ihre Erwartungshaltung

Nachdenken

Inzwischen ist aus diesem kollektiven Start­up eine Wirtschaftsmaschinerie entstan­den: Allein in Deutschland erwirt­schaf­tete der Online-Handel in 2017 58,5 Mrd. Euro im Güterhandel. Die Buchung von Reisen und Events brachten zusätzlich 16 Mrd. ein. In 2005 waren es noch 6,4 Mrd. (Quelle: www.handelsblatt.com). Hinzu kommen die Wirtschaftsleistungen unzähliger Dienst­leister und Software-Schmieden.
Liegt das Geld hier auf der Straße? - Nein. Bei einem solchen Volumen liegt es auf der Hand: Man muss sich einem harten Konkurrenzkampf stellen.

Machen Sie E-Commerce zur Chefsache

Chefsache

Jedes Unternehmen, das glaubt, mal einen Versuch zu starten, um zu sehen wie sich das Online-Geschäft von alleine entwickelt, begeht den ersten schwerwiegenden Fehler. Ohne eine Strategie endet der Versuch meistens in der Kostenfalle. E-Commerce muss zur Chefsache erklärt und unter allen Facetten betrachtet werden: Wettbewerbs­ver­gleich, Businessschwerpunkt, technisches Investment, Know-how-Bedarf, Marketing, Logistik, Einkauf und mehr.

Kaufen Sie sich Know-how ein

Einen weiteren großen Fehler begehen die Unternehmen, wenn sie den Aufbau des E-Commerce-Bereichs einem Mitarbeiter übertragen, der bisher beruflich damit wenig zu tun hatte. Zwar bekommt er damit die vielversprechende Chance, sich damit zu bewähren, aber die nötige spezifische Erfahrung und das Know-how für einen erfolgreichen Aufbau des E-Commerce fehlen. In einer solchen Konstellation wird dann häufig der folgenschwere Fehler gemacht, dass gelernte Prozesse aus dem Offline-Segment übernommen werden. Nicht selten wird zudem ein Online-Shop als eine zusätzliche Filiale eingestuft. Allerdings unterscheidet sich der Betrieb eines Online-Shops deutlich von dem einer Filiale. Suchen Sie einfach mal auf monster.de nach E-Commerce Manager. Sie werden überrascht sein, wie vielfältig das benötigte Know-how ist. Um häufige Fehler von Anfang an zu vermeiden, bietet es sich an, beim Aufbau dieses Geschäfts­fel­des einen Interim Manager E-Commerce mit dem entsprechenden Know-how hinzuzuziehen.

Stellen Sie ein Team auf

Eishockey-Team

Ebenfalls sehr beliebt ist die Annahme, dass die Marketingchefin oder der Leiter Vertrieb den Internetzweig mit ein bis zwei Mitar­bei­tern nebenbei aufbauen kann. Schon die Auflistung der anzugehenden Themen unter "Fehlende Strategie" zeigt, dass die Aufgabe vollständig unterschätzt wird. Ohne ein kom­petentes Team und einen erfahrenen E-Commerce-Manager wird das neue Ge­schäfts­feld schnell an die Wand laufen.

Integrieren Sie die Prozesse im Unternehmen

Die meisten Unternehmen entscheiden sich, den E-Commerce als Vertriebsweg im Unternehmen und nicht als eigenständige Betriebseinheit aufzubauen, da viele Leistungen wie Einkauf oder Kundenservice bereits im Unternehmen vor­han­den sind. Jedoch wird in vielen Fällen versäumt, die Prozesse in der Zusam­men­arbeit mit dem E-Commerce-Bereich zu definieren, Zuständigkeiten zu klären und dies in den verschiedenen Bereichen einzuführen. Die Folge sind stockende Prozesse und Vermeidungsstrategien, die eine Eigendynamik entwickeln und zum Auseinanderbrechen der Bereiche führen. Dadurch leidet die Effizienz und nicht selten explodieren die Kosten, da Parallelprozesse entstehen. Schon während des E-Commerce-Aufbaus müssen daher die einzelnen Bereiche involviert und deren Zuständigkeiten und Verantwortungen geklärt werden. Das spätere Nachziehen ist nicht nur teuer, sondern für viele Beteiligte auch schmerzhaft, da nicht selten Mitarbeiter ihren Hut ziehen müssen.

Fazit

Fazit

Ein Unternehmen, das im E-Commerce erfolgreich sein will, braucht eine Strategie, klare Prozesse und ein Team, das weiß, worauf es in diesem Geschäftsfeld ankommt.

Wollen auch Sie bei Ihrem E-Commerce-Business alle Fäden in der Hand halten?

Dann holen Sie sich einen Interim-Experten beim Aufbau dieses Geschäftsfeldes hinzu, um hier nicht in eine Kostenfalle zu tappen. Melden Sie sich gerne bei uns: info@bridge-imp.com oder 089-32 49 22-0.

Video zum Autor:

Anfrage an uns senden

Einen Kommentar schreiben

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus.

Hinweis zum Datenschutz:
Ihre Daten werden von uns nicht gespeichert oder an Dritte weitergegeben, sondern ausschließlich für die Veröffentlichung Ihres Kommentars auf dieser Seite verwendet.

zurück zur Übersicht